Gedichte - Welt-in-Welten

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Jenseitsgeburt

Geboren aus jenseitiger Welt,
dem Glanz der uns einst erhellt,
dem Licht uns ward beschienen,
uns des irdisch zu bedienen.

Wieder und wieder kommt die Zeit,
in der für die Prüfung sind bereit,
in der zu lieben größte Pflicht,
in der zu leben, Menschgesicht.

Wir sind geboren, Gottes Sohn,
wir sind Teil von seinem Thron,
wir sind Teil seiner ewig Liebe,
wir sind Teil der ewig bliebe.

Wäre da nicht unser Ich,
eigentlich ganz unwesentlich,
eigentlich zu kurz da,
in der Dimension, die uns so nah.

Wäre da nicht Wirklichkeit,
wäre da nicht alle Zeit,
wäre da nicht Gegenwart,
die hier ist und stets verharrt.

Sind da die Engel d´roben,
in den Himmel sind verschoben,
von des Menschbewußtsein so naiv,
spielen Harfe hoch und tief.

Sind die Geister in der Zwischenwelt,
zwischen Erd und Himmelszelt,
wissen nicht, daß sie längst tot,
kommen nach dem Abendrot.

Sind es all´s nur Ammenmärchen,
Kind im Arm mit Teddybärchen,
jähes Ende, aus und vorbei,
Mensch gewesen , sei wie es sei.

Soviel Arbeit, soviel Müh,
Mensch geschaffen und auch Vieh,
mitgegeben Seele, Geist,
damit es letzlich Friedhofserde speist.

Wäre da nicht uns Verstand,
wäre da nicht großer Geist,
in dem transversalen Land,
der es ewiglich bereist.

Keine Grenzen, keine Zäune,
keine noch so hohen Bäume,
halten Seelenreisen auf,
die Erkenntnis nimmt ihren Lauf.

Sind wir alle Teilchen, Schwingung,
sind wir all Gott´s Bedingung,
für den freien Menschenwillen,
Verlangen denken, und auch stillen.

Gestorben in jenseitige Welt,
dem Glanz der uns einst erhellt,
dem Licht uns ward beschienen,
uns des wieder des irdisch zu bedienen,
nicht mehr zu kommen, wenn´s beliebt,
da es mehr als einen Himmel gibt.

Hartmut Alt


Der Sinn des Lebens

Du suchst den Sinn des Lebens.
Er ist verborgen in deinem Sein,
in der Tiefe deiner Seele.
Immer wenn du dich daran erinnerst,
wird dir eine Antwort offenbart.
Frage, und du bekommst die Antwort.
Du bist da, so wie ich da bin.
Lebe dein Leben und sterbe deine Tod.
Fahre hinaus in die Tiefen des Alls
und erblicke das wahre Licht der Welt.
All jene sind da,
die Himmel und Erde gemacht haben.
Gehe auf die Reise in die Unendlichkeit
und erfahre den Raum, der ohne Zeit ist.
Schlafe und wache, träume und arbeite an dir.
Deine Geschichte ist die Geschichte der Welt.
Sie ist der Anfang und das Ende.
Sie ist stets ein Neubeginn.
Sehe und du wirst gesehen.
Rufe und man wird dich hören.
Lebe und andere werden leben.
Gebe, und dir wird gegeben.
Nehme andern Last und dir wird genommen.
Alles was du tust, alles was du bist, alles was du sein wirst,
wird und wurde getan, war da und wird da sein.
Vergessenheit ist nur eine Sekunde in der Unendlichkeit,
jedoch nicht wirklich da.

Sternenkinder

Als heller Stern geboren in einer klaren Nacht,
ziehst du vorbei an einer Gruppe verletzter Gefühle,
und sendest mit deinem Licht und Leuchten die Liebe,
welche Traurigkeit und Hass verblassen lassen.
Auf allen Gesichtern , die zuvor glühende Tränen überrollten,
findet sich nun dein Schein unaussprechlicher Güte.

Wortlos ziehst du Stern der Güte durch das Universum,
vorbei an tiefen, menschlichen Abgründen,
vorbei an Ausweglosem, Bemitleidigendem und scheinbar Trostlosem.
Immer wenn dein Schein die Seelen berührte,
welche in größter Not am Wegesrand standen,
blieb dort ein Leuchten zurück,
eine Hinterlassenschaft an ein Leben bedingungsloser Liebe.
Vermessen wäre ich, dich nach deinem Namen zu fragen,
obgleich-, ich kenne ihn.
Noch nie war ich so sicher, dir begegnet zu sein in der Gestalt,
welche sich mir gestaltlos offenbart,
mein Herz schmelzen lässt und mir den Weg zu dir weist.
Lasse alle Seelen leuchten, also gebe ihnen etwas von deinem Licht,
und siehe wie es hell wird auf Erden und allen Galaxien.
Ein Frieden wird einkehren und ein Gefühl des Glücks,
gewachsen aus Dunkelheit, die du erhellst.
Lass uns brennen aus der Finsternis,
und geboren werden, wie ein Stern in einer klaren Nacht.
Lass alle Wunden heilen, auf und in unseren Körpern und Seelen.
Unsere Liebe zueinander und allem, was uns umgibt,
soll bedingungslos das erfüllen, wozu wir geschaffen.


Wer bin ich

Eines Tages in der Einsamkeit, ohne Gefühl für Zeit und Raum, überwältigt diese maßlose Stille meine Sinne. Ich erkannte plötzlich "du bist nicht du ". Es stirbt dein ich und du bist Zeuge. Du erkennst dann, wie Deine Gedanken auf die einheitliche Sprache aller anderen programmiert werden. Ich dachte, und dachte, und dachte.... An dieser Wahrheit, die gewiss ist, wird dein wahres Ich sterben.
Bald wird dein Geist Bestandteil aller bereits im Moor der Zeiten verstorbenen Geister seinen Platz einnehmen. In der schaurig schönen Harmonie einer verblichen Welt, ohne Glanz, ohne Farben,sprichst du dann die einheitliche Sprache aller anderen. So wird Deine Individualität und Einzigartigkeit in dem gleichmütigem Gemurmel derer untergehen, die nie sie selbst sein wollten.
So sterben viele jeden Tag ein ein kleines Stück, solange bis der letzte Hauch vom wahren Ich in den endlosen, kalten Raum entschwunden ist, der die Herberge eines Pseudolebens in gleichartiger Weise seelenlos verstummen läßt. Doch wisse, wenn du stärker bist als alle Kraft, die dich entführen will, erst,...und nur dann wird dein wahres Ich bestehen.
Dann wird dir niemand mehr glauben machen können,das leben in kleinen Stücken sterben bedeutet, sondern Geist und Körper, deines Individuums wird einzig unter Tausenden in die Geschichte eingehen.
Man wird dich mit Steinen bewerfen, Angst, eisige Kälte, wird dir entgegengebracht, alles erscheint grau und verworren. Niemand wird dich verstehen, da es niemanden gibt, der deine Sprache spricht !!! Aber gerade das, und gerade deshalb,- macht es die Gewaltigkeit deiner Persönlichkeit aus, die im gegenseitigen Glanz einiger Eingeweihte in die Ewigkeit eingeht , in eine Welt der Liebe, der Wärme, Güte und Geborgenheit.
So wird dein Preis für dein Ich die ewige Frage, nach ihm sein, ohne Antwort immer auf der Suche. Gehe deinen Weg, wenn dir dein Ich so wichtig ist.
Höre nie auf, Fragen zu stellen, suche stets nach ihm !
Die Trennung beginnt im Meer des Bewußtseins. Die Trennung von Gott vollzieht sich bewusst. Nur in der Harmonie, getragen von der ausgeglichenen Seele, die im Zeitfluß schwimmt, vollzieht sich die göttliche Übertragung der Stimme. Sein Wort ist unser Gehör und Stimme. Im Beben der Melodien angepasster Schwingungen, verwoben mit den Klängen des Zeitstroms gibt es Inseln im Ozean, die uns Ruhe finden lassen. Gedanken sind Melodien aus Licht und Gesang, gleich elektrischer Ladungen, kleine Gewitter, die in den tiefen Raum eindringen, um ihn zu reinigen.
Die wahre Bedeutung eines Menschen misst sich am scheinbar Unbedeutendem. Einfach nur da zu sein, mit einer Geste die Hand streicheln, die Augen gefühlvoll blicken lassen, und mit dem Herzen sprechen.

Ein Kind geht heim ....

Auf der Suche nach der Stimme des Windes hast du diese Welt verlassen.
Und doch hast du nun etwas gefunden, was deine Sehnsucht befriedigt.
Mit den Augen eines Kindes hast du diese Welt verlassen
Und mit den Augen eines Kindes betratest du die neue Welt.

Wir danken dir für die Freude, die du uns in deinem kurzem Leben auf Erden beschertest,
und wir freuen uns auf den Tag des Wiedersehens mit dir in der neuen Welt

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